Das Sony Xperia 1 VI, auch als Mark 6 bekannt, gehört trotz seiner herausragenden Kameratechnik nicht zu den meistverkauften Flaggschiffen auf dem Smartphone-Markt. Der japanische Hersteller konnte sich nie vollständig gegen die Dominanz von Samsung, Apple oder chinesischen Marken durchsetzen, obwohl das Gerät vor allem bei Fotografie-Enthusiasten einen exzellenten Ruf genießt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Neben einem extrem hohen Premium-Preis leidet das Xperia 1 VI unter einer wenig beeindruckenden Software-Update-Politik und einer nur eingeschränkten Verfügbarkeit in vielen Ländern. Mit der baldigen Ankündigung des Xperia 1 VII hoffen viele Fans, dass Sony zumindest einige dieser Probleme angeht.

Um erste Hinweise auf das neue Modell zu bekommen, lohnt ein Blick auf die aktuellen Gerüchte und Spekulationen. Berichten zufolge könnte das Xperia 1 VII vom neuen Snapdragon 8 Gen Elite SoC angetrieben werden – dem gleichen leistungsstarken Chipsatz, der auch im Samsung Galaxy S25 Ultra zum Einsatz kommt. Diese Prozessorgeneration verspricht nicht nur eine höhere Rechenleistung und Energieeffizienz, sondern auch verbesserte Fähigkeiten im Bereich der KI-gestützten Bildverarbeitung. Das wäre besonders wichtig, da Sony bekanntermaßen eher auf natürliche Farben und wenig Nachbearbeitung setzt, was in automatischen Modi oft zu weniger „knackigen“ Ergebnissen führt als bei der Konkurrenz.

Was den Formfaktor betrifft, so wird gemunkelt, dass Sony weitgehend dem Design des Vorgängers treu bleibt. Das bedeutet: Ein schmales, hochformatiges Display mit einem Seitenverhältnis von 21:9, das sich besonders gut für Filme und Multitasking eignet. Allerdings könnte das Xperia 1 VII im Vergleich zum Vorgänger etwas kürzer und minimal dicker ausfallen – vermutlich um Platz für einen größeren Akku oder ein verbessertes Kühlsystem zu schaffen. Die Kamerakonfiguration auf dem Papier ähnelt zunächst stark dem Xperia 1 VI: Ein 48-Megapixel-Weitwinkel-Hauptobjektiv, ein variables 12-Megapixel-Teleobjektiv mit bis zu 7-fachem optischen Zoom sowie eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera. Die Zahlen allein täuschen jedoch, denn der neue Chipsatz könnte die Bildverarbeitung erheblich optimieren. Eine bessere Rauschunterdrückung bei schlechten Lichtverhältnissen, schnellere Autofokuszeiten oder präzisere Hauttöne wären denkbare Verbesserungen, die sich erst in einem umfassenden Test zeigen würden.

Eine der größten Schwachstellen des Xperia 1 VI war die vergleichsweise kurze Update-Garantie. Während Konkurrenten wie Samsung oder Google inzwischen fünf bis sieben Jahre Android-Updates und Sicherheitspatches anbieten, blieb Sony hier lange Zeit zurück. Ob sich das mit dem Xperia 1 VII ändern wird, ist bisher nicht bekannt, wäre aber notwendig, um im Premium-Segment wettbewerbsfähig zu bleiben. Ebenso unklar ist, ob Sony die Verfügbarkeit ausweiten wird. Viele Interessenten in Europa, Asien oder Amerika mussten das Vorgängermodell entweder teuer importieren oder ganz darauf verzichten.

Trotz aller Kritik bleibt festzuhalten: Das Xperia 1 VI ist ein fantastisches Kamera-Smartphone für anspruchsvolle Nutzer, die bereit sind, Kompromisse bei der Softwarebetreuung und beim Preis einzugehen. Mit dem Xperia 1 VII hat Sony nun die Chance, diese Schwächen auszubessern und gleichzeitig die fotografischen Stärken weiter auszubauen. Das Alpha-Branding im Teaser lässt zumindest hoffen, dass die Kameraqualität noch einmal deutlich an Professionalität gewinnt. Die endgültige Antwort wird der 13. Mai bringen – bis dahin bleiben Spekulationen und Hoffnung auf ein rundum gelungenes Flaggschiff.