Technische Detailanalyse – Zwei neue True-Wireless-Kopfhörer von Motorola im Vergleich

Vonbella2020

Technische Detailanalyse – Zwei neue True-Wireless-Kopfhörer von Motorola im Vergleich

Motorola erweitert sein „moto things“-Ökosystem um zwei neue True-Wireless-Kopfhörer: die Moto Buds 2 Plus und die Moto Buds 2. Beide Modelle teilen sich einige grundlegende Eigenschaften, etwa die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) und die Mehrpunktverbindung (Dual Connection), die es erlaubt, zwei Geräte gleichzeitig zu koppeln und nahtlos zwischen ihnen zu wechseln. Doch bei genauem Hinsehen offenbaren sich signifikante Unterschiede, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Beginnen wir mit dem Spitzenmodell, den Moto Buds 2 Plus. Diese Kopfhörer wurden in Kooperation mit Bose entwickelt – ein klares Qualitätssiegel im Audiobereich. Motorola setzt hier auf eine Hybrid-Treiber-Kombination: Ein 11-mm-Dynamiktreiber wird mit einem Balanced-Armature-Treiber von Knowles ergänzt. Diese Konfiguration zielt auf eine besonders ausgewogene Klangsignatur ab: klare, verzerrungsfreie Höhen durch den BA-Treiber und gleichzeitig kräftige, druckvolle Bässe durch den Dynamiktreiber. Unterstützt werden hochauflösende Audioformate über den LHDC-Codec (Low Latency High Definition Audio Codec) sowie Spatial Audio, das einen räumlichen Klang für Musik, Filme und Spiele erzeugt. Die dynamische ANC passt sich situationsabhängig an die Umgebungsgeräusche an. Besonders hervorzuheben ist die Sechsfach-Mikrofonanordnung mit Geräuschunterdrückung für Telefonate, die in Verbindung mit der Moto-Buds-App durch „CrystalTalk AI“ ergänzt wird – eine Funktion, die die eigene Stimme selbst in lauten Umgebungen klar hervorhebt. Die Akkulaufzeit beziffert Motorola mit neun Stunden pro Ladung; mit dem Ladecase sind es bis zu 40 Stunden. Weitere Extras sind die Wear-Detection (automatisches Pausieren bei Entnahme) und „Audio Share“, das die gleichzeitige Verbindung zweier Moto Buds 2 Plus mit einem Smartphone ermöglicht.

Die günstigeren Moto Buds 2 richten sich an preisbewusste Nutzer, die vor allem eine extrem lange Akkulaufzeit schätzen. Hier setzt Motorola auf eine andere Treiber-Architektur: Ein 11-mm-Dynamiktreiber kombiniert mit einem 6-mm-Mikro-Planar-Magnettreiber. Auch diese Kombination verspricht eine hochwertige Klangwiedergabe mit Hi-Res Audio, LHDC und Spatial Audio. Die dynamische ANC soll Störgeräusche um bis zu 55 dB reduzieren – ein sehr guter Wert in dieser Preisklasse. Zusätzlich gibt es einen Transparenzmodus, der gezielt Umgebungsgeräusche durchlässt. Auch die Moto Buds 2 verfügen über sechs Mikrofone für klare Sprachübertragung. Der größte Unterschied liegt jedoch in der Akkuleistung: 11 Stunden pro Ladung und mit dem Ladecase bis zu 48 Stunden Gesamtlaufzeit. Eine Schnellladefunktion liefert nach zehn Minuten Ladezeit drei Stunden Wiedergabe. Dazu kommt ein Gaming-Modus mit reduzierter Latenz sowie Bluetooth 6.0 – ein neuerer Standard als bei den Plus-Varianten (dort wird Bluetooth 5.3 vermutet, auch wenn der Text dazu keine Angabe macht). Die Schutzklassen sind identisch: Die Ohrhörer selbst sind nach IP54 staub- und spritzwassergeschützt, das Case nur nach IPX2 (tropfwassergeschützt).

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Moto Buds 2 Plus setzen auf eine Premium-Klangabstimmung mit Bose und zusätzliche KI-Features wie CrystalTalk AI, während die Moto Buds 2 mit einer noch längeren Akkulaufzeit, einem Gaming-Modus und Bluetooth 6.0 punkten. Interessanterweise sind die günstigeren Buds 2 in mancher Hinsicht sogar technisch moderner – etwa beim Bluetooth-Standard. Motorola bietet also zwei gut durchdachte Alternativen, die unterschiedliche Prioritäten bedienen.

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