Sony hat im Xperia 1 VIII die Kameraausstattung aufgefrischt, ohne das bewährte Dreier-Setup aus Weitwinkel, Ultraweitwinkel und Teleobjektiv grundlegend zu ändern. Alle drei Sensoren lösen weiterhin mit 48 Megapixeln auf. Die größte Neuerung findet sich beim Teleobjektiv: Hier verbaut Sony einen deutlich größeren 1/1,56-Zoll-Sensor, der rund viermal größer ausfällt als noch im Vorgänger Xperia 1 VII. Diese Vergrößerung soll vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen Früchte tragen, da mehr Licht eingefangen werden kann. Gleichzeitig verabschiedet sich Sony vom variablen Zoom – eine durchaus mutige Entscheidung, da genau diese Funktion viele Xperia-Fans schätzten. Das neue Tele arbeitet mit einer festen Brennweite von 70 mm (entspricht etwa dem 3-fachen optischen Zoom). Im Gegenzug profitiert die Bildqualität nun von einem größeren Pixelraster und einer besseren Low-Light-Performance.
Ergänzt wird die Hardware durch eine neue RAW-Multi-Frame-Verarbeitung, die bei allen drei Kameras zum Einsatz kommt. Dabei werden mehrere Aufnahmen in schneller Folge kombiniert, um den Dynamikumfang zu erhöhen und Bildrauschen zu reduzieren. Das Ergebnis sind detailreichere Fotos mit natürlicheren Farbverläufen, besonders in Kontrastsituationen wie Gegenlicht oder Nachtaufnahmen. Wer gern im RAW-Format fotografiert, erhält so mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung.
Die eigentliche Sensation ist jedoch der neue KI-Kamera-Assistent, den Sony unter dem Namen „Xperia Intelligence“ einführt. Das System analysiert in Echtzeit Motiv, Lichtverhältnisse, Umgebung und sogar Bewegung. Daraufhin schlägt es passende Einstellungen vor – von Farbfiltern („Creative Looks“) über Objektivoptionen bis hin zu Bokeh-Effekten. Diese Vorschläge basieren auf den professionellen Einstellungen der Sony-Alpha-Systemkameras, was die Glaubwürdigkeit erhöht. Ein Beispiel: Wenn der KI-Assistent eine Person vor einem Sonnenuntergang erkennt, könnte er einen warmen Farblook mit leichtem Weichzeichner vorschlagen, um eine stimmungsvolle Porträtaufnahme zu ermöglichen. Der Nutzer muss dann nur noch auf „Übernehmen“ tippen – ohne manuelle Regler zu bedienen.
Trotz dieser Neuerungen bleibt das Xperia 1 VIII hinter den Erwartungen mancher Profi-Fotografen zurück. Die fehlende variable Zoom-Einheit wird von einigen als Rückschritt gesehen, auch wenn der größere Sensor Vorteile bietet. Zudem hat Sony die Ultraweitwinkel-Kamera nicht grundlegend überarbeitet – hier bleibt alles beim Alten. Im Vergleich zur Konkurrenz, etwa dem Xiaomi 17 Ultra oder dem Samsung Galaxy S26 Ultra, die mit mehreren Tele-Stufen oder einem 200-Megapixel-Sensor aufwarten, wirkt die Xperia-Kamera eher konservativ. Dafür punktet Sony mit einem durchdachten KI-Ansatz, der Anfängern wie Fortgeschrittenen das Leben erleichtern soll. Ob der KI-Assistent im Alltag wirklich überzeugt oder eher als Spielerei endet, wird ein ausführlicher Praxistest zeigen. Fest steht: Die Kamera des Xperia 1 VIII ist kein Riesensprung, aber eine solide Evolution mit sinnvollen Verbesserungen.
Kamera-Technik und KI-Assistent – Wie gut ist das Xperia 1 VIII wirklich?
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- Geschrieben von: akku-plus
- Kategorie: Tipps und Anleitungen
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