Neuen CAD-Renderings zufolge arbeitet Google mit Hochdruck an einer deutlichen Weiterentwicklung seines Foldable-Smartphones. Das Pixel 11 Pro Fold, dessen Markteinführung für August 2026 erwartet wird, soll in entscheidenden Bereichen nachbessern, die bei den Vorgängermodellen für Kritik sorgten. Allen voran steht das Gehäuse: Im aufgeklappten Zustand misst das Gerät demnach nur noch 4,8 Millimeter in der Dicke. Das ist zwar kein absoluter Weltrekord – einige chinesische Hersteller sind hier noch einmal einen Tick dünner –, stellt aber einen spürbaren Fortschritt für die Alltagstauglichkeit dar. Besitzer der klobigeren Vorgänger dürften vor allem die verbesserte Handlichkeit in der Hosentasche zu schätzen wissen.
Optisch bleibt Google seiner Linie treu, wenngleich ein Detail auffällt: Die Rückkamera wird von einer durchgehenden Glasabdeckung geschützt, was den typischen Kamerabuckel deutlich moderner und aufgeräumter wirken lässt. Unter der Haube vollzieht sich der eigentliche Quantensprung. Erstmals kommt der hauseigene Tensor G6 zum Einsatz, der angeblich im 2-Nanometer-Verfahren beim taiwanischen Halbleiterriesen TSMC gefertigt wird. Dieses Fertigungsverfahren verspricht nicht nur mehr Rechenleistung für KI-gestützte Anwendungen wie die Google-Assistant-Nachfolgerin Gemini, sondern vor allem eine bessere Energieeffizienz. Wer das aktuelle Pixel Fold nutzt, weiß, dass die Akkulaufzeit bisher eine Achillesferse war – das könnte sich mit dem neuen Chip grundlegend ändern.
Zusätzlich setzt Google auf ein Modem des Herstellers MediaTek. Damit sollen die in der Vergangenheit immer wieder bemängelten Verbindungsprobleme sowie der hohe Stromverbrauch im Standby-Betrieb endlich in den Griff zu bekommen sein. Ein weiteres Highlight betrifft die Sicherheitstechnologie: Laut den Leaks arbeitet Google an einer Infrarot-Gesichtserkennung, die unter dem Display platziert wird. Das Pixel 11 Pro Fold wäre damit das erste Google-Smartphone, das eine biometrische Sicherheit auf dem Niveau von Apple bietet – und das ganz ohne störende Notch auf dem rund 8 Zoll großen Innenbildschirm.
Um die zunehmend hungrigeren KI-Funktionen flüssig zu bedienen, wird das Gerät voraussichtlich mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher als Standard ausgestattet. Weniger erfreulich fällt die Nachricht beim Kamerasystem aus: Google setzt ersten Berichten zufolge auf altbewährte Sensoren und verzichtet auf große Neuerungen. Das ist bei Foldables aufgrund des begrenzten Bauraums jedoch die Regel. Der Release ist für August 2026 geplant – offenbar um Apple mit dem iPhone 18 zuvorzukommen. Am Preis wird sich vermutlich wenig ändern: Interessenten sollten sich auf die üblichen 1.900 Euro einstellen.